Eine Schülerin berichtet:

Wir haben uns im Sachunterricht mit dem Thema „Kinder aus aller Welt“ beschäftigt. Zuerst haben wir Fotos angeschaut und Steckbriefe von Kindern gelesen, die in anderen Teilen der Welt aufwachsen. Wir haben uns damit beschäftigt, was anders und was gleich ist als bei uns. Anders ist meistens das Essen, die Hautfarbe, die Wohnungen, die Schule. Gleich war, dass alle Kinder spielen und meistens auch lernen wollen. Doch wir haben erfahren, dass manche Kinder gar nicht zur Schule gehen können, weil sie arbeiten müssen. Sie müssen arbeiten, damit ihre Familie genug zu essen hat.
Wir haben uns dann mit den Kinderrechten beschäftigt und überlegt, wann ein Recht verletzt wird und wann nicht. Wenn Kinder z.B. beim Abspülen helfen müssen oder ihr Zimmer aufräumen, ist das keine Kinderarbeit. Aber wenn Kinder den ganzen Tag lang arbeiten müssen und dann keine Zeit mehr für die Schule haben, wird das „Recht auf Bildung“ verletzt.
Letzten Donnerstag sind wir dann nach Stuttgart ins Globale Klassenzimmer gefahren. Dort haben wir erfahren, wie ungerecht das Geld auf der Welt verteilt ist. Außerdem ging es dort um Kinder an der Elfenbeinküste, die Kakaobohnen ernten müssen, um Geld zu verdienen. Sie bekommen dabei Rückenschmerzen und beim Öffnen der Bohnen verletzten sie sich oft. Wir haben dann auch gesehen, was passiert, wenn die Menschen fair bezahlt werden. Dann haben die Kinder Zeit zum Spielen und Lernen. Wir durften im Globalen Klassenzimmer Kakaobohnen anschauen und riechen und schmecken. Danach haben wir ein Quiz über Kinderrechte gemacht und zum Abschluss durften wir im Weltladen faire Schokolade einkaufen.

Ein Mädchen aus der Klasse 4b