Dieses Thema betrifft uns doch alle, denn die Jeans ist  etwas Alltägliches. Die Jeans ist ein ziemlich gutes Beispiel  für die Globalisierung und wurde von uns, der Klasse 9e im Erdkundeunterricht ausführlich besprochen. Es ist ein spannendes Thema, da der Weg einer Jeans echt total lang ist, er beträgt ungefähr 50.000 bis 100.000 Kilometer!!! Der Weg einer Jeans  fängt in Indien oder Kasachstan an, denn dort wird die Baumwolle geerntet, meist mit der Hand oder mit der Maschine. Weiter geht es in der Türkei, denn dort wird aus der Baumwolle Garn gesponnen. Anschließend wird sie in Taiwan mit chemischen Indigofarben gefärbt. In Polen werden die Stoffe genäht, während die Waschhinweise und das Innenfutter aus Frankreich kommen. Italien produzierte die Knöpfe und die Nieten. Zurück in Asien werden auf den Philippinen die einzelnen Bestandteile zusammengenäht. Anschließend, wieder in Europa, werden die Jeans mit Bimsstein in der Türkei oder in Griechenland bearbeitet und die fertigen Jeans  landen dann bei uns in Deutschland.

Das alles hört sich ja alles gar nicht schlimm an, in gewisser Weise ist es das aber. Frag dich doch mal, warum die Jeans nicht sofort in Deutschland produziert wird? Das liegt daran, dass die Produktionskosten in Entwicklungsländern niedriger sind und auch daran, dass wir in Deutschland keine Baumwolle haben, wir sind also von all den anderen Ländern abhängig.

Doch zurück zu den Produktionskosten – warum sind die in Entwicklungsländern niedriger? Das liegt daran, dass die Arbeiter unterbezahlt sind und deswegen sogar Kinder mithelfen müssen, damit die Familie genug zu essen hat! Sie müssen unter schlechten Bedingungen arbeiten, sodass sie auch schnell krank werden können. Die Chance, auf eine Schule zu gehen haben die meisten Kinder nicht, denn sie müssen arbeiten. Das Bearbeiten mit Bimsstein der Jeans zum Beispiel kann schwerwiegende  gesundheitlichen Folgen mit sich bringen, da der sogenannte ,,stone-washed ´´ Effekt beim Bearbeiten mit dem Sandstrahler Siliziumpartikel freigibt, die sich in der Luft in Quarz verwandeln. Das ist so gefährlich, weil sich Quarz in der Lunge festsetzt und eine Vernarbung und Kontraktion des Gewebes erstellt.

Folgen sind dann Atemnot, schweres Husten, Erbrechen und vielleicht sogar der Tod durch Ersticken. Das alles schien uns nicht sehr fair zu sein, weil es auch überhaupt NICHT FAIR ist!!! Also suchten wir nach Verbesserungsmöglichkeiten und Lösungsansätzen. Und so fanden wir heraus: Es gibt Menschen, die sich dafür einsetzen, die darauf achten, dass alles gerechter vorgeht und dass Menschen in armen Ländern auch einen gerechten Lohn bekommen und dass es keine Kinderarbeit gibt! Und auch wir können helfen, jeder kann helfen, schon durch das Nachfragen beim Kauf eines Produktes, ob es fair gehandelt ist, also ob der Hersteller gegen Kinderarbeit ist! Im Internet entdeckten wir außerdem viele Shops und auch Modelabel, die sich auf faire Klamotten-Produktion spezialisiert haben, und dabei gar nicht langweilig aussehen, wie zum Beispiel Armed Angels!

Selin Karamemet (9e)