„FAIR macht Schule“ – ein Projekt an der Realschule St. Georgen

Einführung

Wir haben uns am Montag, dem 15.07.2017, zur ersten Stunde getroffen. Zuerst haben sich die beiden Leiterinnen vorgestellt. Dann sollten wir uns ein kleines Namenschild aufkleben. Anschließend haben wir mit einem kleinen Spiel begonnen. Wir haben „Bingo“ gespielt, aber auf eine andere Art. Wir haben ein Blatt bekommen, auf dem Fragen für unsere Mitschüler zum Thema „Fair-Trade“standen, z.B. „Isst du gerne tropische Früchte wie Ananas, Mango, Banane?“ Wir mussten einen Mitschüler aus der Klasse finden, der eine Frage beantworten konnte. Dazu mussten wir den Namen von demjenigen auf eine Linie darunterschreiben. Und derjenige, der zuerst alle Linien ausgefüllt hatte, hat gewonnen. Am Schluss wurden alle Fragen mit den Leiterinnen besprochen. Danach haben wir Blätter auf den Boden gelegt, auf denen stand „sehr fair“, „fair“, „Weder noch“, „Unfair“ und „sehr unfair“. Es wurden uns Fragen gestellt und je nachdem, wie wir selbst darüber dachten, haben wir uns neben das jeweilige Blatt gestellt. Als wir einige Beispiele gemacht hatten, haben wir die Blätter wieder eingesammelt. Danach haben die beiden Leiterinnen eine Weltkarte (Peters-Projektion) auf den Boden gelegt, auf der die korrekte Größe der Länder zu sehen war. Dadurch erschienen sie in die Länge gezogen. Dann sollten wir noch den Äquator finden und ihn mit einer Schnur legen. Nun sollten wir noch einige Produkte auf die Länder legen, aus denen sie kommen.

 

Bearbeitung des Themas anhand einzelner Produktgruppen

Anschließend haben wir uns mitdrei Produkten auseinandergesetzt, um mehr über das Thema zu erfahren: Natursteine, Kakao und Textilien. In Gruppen durften wir verschiedene Stationen bearbeiten. Wir haben hierbei sehr viel gelernt und wissen nun, wie und wo die Produkte überhaupt hergestellt werden. In der anschließenden Präsentation haben die Gruppen ihre Ergebnisse vorgestellt. An einem Plakat wurden die Resultate visualisiert.

 

Fair-Trade-Vorkommen in der Stadt mit anschließender Vorbereitung des nächsten Tages

 

In der fünften Stunde drehte sich alles um Kommunen als Konsumenten mit Marktmacht

und Vorbildrolle. Julia und Elizabeth legten einen Spielteppich auf den Boden, auf dem Häuser und Straßen abgebildet waren (z.B. ein Rathaus , eine Schule , Wohnhäuser … ).

Danach verteilten sie Lebensmittelkarten an uns, die wir den passenden Stellen zuordnen mussten. Wir machten das auch noch mit verschiedenen Fair-Trade-Logos und besprachen es dann.

In der sechsten Stunde bereiteten wir die Stadtrallye für den nächsten Tag vor. Wir bekamen die die Blätter, auf denen die Fragen standen. Dann besprachen wir sie und wurden danach noch in Gruppen eingeteilt. Mit unseren Gruppenmitgliedern dachten wir uns Fragen aus, die wir dem Bürgermeister am nächsten Tag stellen sollten.

 

Der faire Weltladen

Am Dienstag den 16.05.2017 hat der zweite Tag des Projektes „Fair macht Schule“ begonnen. Zu Beginn haben wir den Vortag besprochen und dann kam eine Frau vom Weltladen aus Villingen. Diese hat uns einige Informationen über den Laden, in dem sie arbeitet, erzählt. Zudem hat sie uns mitgeteilt, dass sie dies ehrenamtlich macht, das heißt sie bekommt kein Geld dafür, dass sie in dem Laden die Produkte verkauft und ihre Freizeit dem Laden widmet. Danach hat sie uns sämtliche Produkt vorgestellt. Zu den Produkten gehören z.B. Riegel, Früchte und unterschiedliche Einzelstücke bspw. Körbe und Geldbeutel. Am beliebtesten sind Kaffee, Tee und Schokolade. Dann duften wir ihr Fragen über den Laden und zum Thema Fairtrade stellen. Die meisten Fragen drehten darum, wie die fair gehandelten Produkte in den Laden kommen und welche Siegel es überhaupt gibt. Im Anschluss durften wir die Produkte, die sie dabeihatte, probieren. Die Produkte haben ganz anders als in einem Supermarkt geschmeckt. Weiter ging es dann mit der Stadtrallye.                                                                                                                    

 

Durchführung der Stadtrallye

Ab 8.30 Uhr sind wir zur lange ersehnten Stadtrallye aufgebrochen. Unsere Aufgabe war, Passanten verschiedene Dinge zum Thema Fairtrade zu fragen. Zum Beispiel mussten wir fragen, ob sie Fairtrade generell kennen. Es gab noch viele weitere Fragen, unter anderem ob die Passanten das Fairtrade-Siegel kennen. Die Meinungen waren sehr zwiegespalten. Einige waren sehr überzeugt von Fairtrade andere hingegen waren nicht davon überzeugt oder kannten es nicht einmal. Auch mussten wir in verschiedene Läden in der Innenstadt und dort verschiedene Fragen stellen – auch hier waren die Meinungen sehr unterschiedlich. Insgesamt waren die Verkäuferinnen sehr nett und haben uns alle Fragen beantwortet.

 

Das Gespräch mit dem Bürgermeister

Nach der Stadtrallye gingen wir ins Rathaus. Dort bekamen wir eine Audienz mit dem Bürgermeister Michael Rieger und hatten die Möglichkeit, bei dieser Audienz einige interessante Fragen zu stellen. Wir stellten nicht nur Fragen über Fairtrade in der Stadt, sondern auch, wie Herr Rieger privat zu Fairtrade steht. Es wurde auch über Nachhaltigkeit gesprochen. Wir lernten etwas über Wirtschaftlichkeit, und wie die Stadt St. Georgen eine Fair-Trade-Town wurde und was dazu gehört. Im Rathaus werden seit 2 Jahren Papier, Kaffee und Tee aus fairem und nachhaltigem Handel bezogen. Auch in Zukunft finden Projekte und Aktionen rund um das Thema Fairtrade in St. Georgen statt.  Am Ende bedankte er sich noch für das Interesse und die Aufmerksamkeit.