„ Wir wollen, dass alle, die auf unsere Schule gehen, wissen, was Fairtrade ist“. So formulierte eine Schülerin  aus dem damaligen 11. Jahrgang ein Ziel der Gruppe an der Karla-Raveh-Gesamtschule, die sich mit der betreuenden Lehrkraft C. Türke für den Fairtrade-Gedanken einsetzt. Dass es die beteiligten Schüler/innen mit dem Vorhaben ernst meinten, konnte man an ihrem Engagement erkennen: Noch vor der Zertifizierung zur 400. Fairtrade Schule  in Deutschland am 26.9.2017 gestalteten fünf Siebtklässlerinnen und eine Fünftklässlerin in allen Klassen des fünften Jahrgangs eine Doppelstunde zum Thema.

Dieses Schuljahr sollte es wieder eine Vermittlung des Fairtrade- Konzeptes für den fünften Jahrgang geben, allerdings auf der Bühne. Über mehrere Monate wurden Ideen eingebracht, diskutiert und geprobt, bis eine Performance für den fünften Jahrgang stand. Die dafür angestellten Überlegungen und notwendigen Proben fanden fast ausschließlich in Pausen und nach Schulschluss statt, was die beteiligten Jugendlichen  von Klasse sechs bis zwölf aber nicht schreckte. Sie hatten ja das Hope Theatre mit Künstlern/innen aus Kenia am 7.5.18 in der KRG erlebt und nun den Eifer entwickelt, etwas Ähnliches auf die Beine zu stellen.

Und so wurde bei den Präsentationen am 9. und 10. 7. 18 für den fünften Jahrgang ebenfalls  getrommelt, was das Publikum direkt ansprach. Ein Rollenspiel vermittelte, wie unmenschlich die Situation in einer Nähfabrik z.B. in Bangladesch ist. Im Kontrast  dazu  stand die Szene  „Shopping Rausch“, bei dem  Schülerinnen spielten, dass in einer Boutique jedes Kleidungsstück für wenige Euros zu haben war. Dass man mit Kleidungsstücken auch anders umgehen kann, etwa durch Tausch, wurde ebenfalls demonstriert. Wichtige Fakten rund um Fairtrade-Projekte lieferten Oberstufen-Schülerinnen in  einem Power Point Vortrag. Das Weltspiel, bei dem  die Anteile der Welt-Bevölkerung der verschiedenen Kontinente auf der Bühne simuliert wurden, machte den Kindern deutlich, wie ungerecht der Reichtum auf der Welt verteilt ist. Abschließend zeigten die Jugendlichen szenisch, wie man die Eltern zu Hause  von  einem veränderten Konsumverhalten überzeugen kann.

 Die  Abteilungsleiterin Frau Klosse lobte die Schüler/innen nach der Aufführung: „ Das können wir jetzt jedes Jahr dem 5. Jahrgang präsentieren“.

 

 

Christiane Türke