Erneut begann in Corona-Zeiten im Herbst ein besonderes Schuljahr,

sonst führten wir dann immer den Schokobananen-Verkauf durch – na klar!

Aus und vorbei war’s jedoch nun mit unseren üblichen Probieraktionen,

auch mit den Verkostungsständen konnten wir Euch diesmal nicht belohnen.

 

Tja, wo Corona droht und wo Menschen sich sammeln, da muss vieles wegfallen,

zum Opfer fielen dem auch unsere Workshops in den fünften Klassen, in allen,

und dennoch blieben wir hartnäckig und suchten für Euch nach Alternativen,

so kam’s, dass wir einen Gestaltungswettbewerb im Herbst dann ausriefen.

 

Faire und unfaire Produkte galt es zu finden, zu vergleichen und zu gestalten,

einige Schüler ließen ihre Kreativität hierbei so richtig frei walten.

Am Ende konnten wir vier unterschiedliche Arbeiten freudestrahlend präsentieren

und die Sieger mit Gutscheinen, Masken und Schokolade gebührend prämieren.

 

Fair ging es auch in punkto Klamotten an der Wallburg-Realschule zu,

fair gehandelte Abschlussshirts von Fugamo orderte die 10b im Nu.

Im Frühling zogen die Kleinen dann mit einer Schulshirt-Bestellung noch nach,

sodass unser fairer Schulkleidungs-Shop nicht lag das ganze Jahr brach.

 

In der kurzen Phase des Wechselunterrichts gelang es dann außerdem,

„Die gute Schokolade“ zu verkaufen in der Pause, ja ganz bequem

konnte man hier den Testsieger von den Klimabotschaftern erstehen

und flott waren alle Tafeln fort, denn sie kann einem wirklich im Munde zergehen!

 

Faire Kochkurse gab es schon mal und wir wollten sie wieder,

doch nach der Premiere ging unsere Chance darauf leider nieder,

denn die Leiterin der Kurse von Fairtrade Deutschland wechselte die Stelle,

zum Glück sprang Frau Brasch mit Elan ein auf die Schnelle!

 

So war es uns doch noch möglich, die siebten Klassen zu beglücken –

sie konnten sich in EG an selbstgemachten Punsch und Schoko-Plätzchen erquicken.

Frau Brasch zeigte anschaulich auf, woher alle benötigten Zutaten kommen,

dass Ausbeutung oft die Arbeit bestimmt, machte viele Schüler beklommen.

 

Am Nachhaltigkeits-Projekt „WeltFairsteher“ machen wir schon lange mit,

viele Schüler sind dank dieser Bamberger Aktion in Sachen Nachhaltigkeit schon recht fit.

Mit Wasser setzten wir uns diesmal auseinander – wir, das sind Frau Müller und 7c,

was wir in der Challenge dazu lernen mussten, tat manchmal richtig weh.

 

Weiter ging’s im Unterricht der Mittelstufe in Geografie,

so intensiv hatten sich viele mit Kakao und Bananen befasst noch nie:

Woher kommen sie, weshalb ist der Anbau in vielerlei Hinsicht prekär?

Danach fällt der Verzicht auf herkömmliche Ware nun wirklich nicht schwer.

 

 

Auch in Kunst brüteten mehrere Klassen über Fairtrade-Themen,

danach musste man die Umwelt- und Arbeitsschutz-Probleme einfach ernst nehmen,

die den Schüler dabei aufgezeigt wurden, und sie führten zu großem Elan;

an Handletterings zu Fairtrade machte sich die Klasse 9d damit heran.

 

Doch die „Kleinen“ standen den Großen in diesem Schuljahr in Nichts nach,

ein jeder der Klassen 5a und 6b sich über einen Fairtrade-Slogan den Kopf zerbrach,

den es bei der „Sweet Revolution“-Aktion von Fairtrade Deutschland einzureichen galt,

so manchen Schüler traf es bei der Besprechung des Themas plötzlich eiskalt:

 

Sie lernten die Arbeit auf Kakaoplantagen kennen, sahen im Video die Kinderarbeit,

sofort waren mit Feuereifer zur Ideenfindung alle Schüler bereit.

Tolle Ideen entstanden, wurden eingereicht und in Graffiti-Schrift gestaltet,

so manch kleiner Künstler hat sein Sprayer-Potential hier kreativ entfaltet!

 

Weitere Aktionen mussten wir trotz Planungen und Vorsätzen dann doch vertagen,

die Bemalung der Passage vor dem Eine-Welt-Laden konnten wir dank Corona nicht wagen,

doch wie sagt man: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ und so nehmen wir uns vor,

zu bemalen mit der (dann) 10d nächstes Jahr die Wände und das Tor!

 

Einzug hielt das Thema Fairtrade ferner in unseren neuen Umweltschul-Newsletter,

denn darin geht es nicht nur um die hiesige Flora, Fauna und das Wetter:

Ein Online-Krimi, der die Probleme der Handyproduktion thematisiert,

wurde aufgenommen, der die zweite Seite unserer März-Ausgabe ziert.

 

Als Highlight konnten wir in diesem Schuljahr noch einen großen Erfolg verbuchen,

nach der Finanzierungsmöglichkeit mussten wir schon recht lange suchen.

Doch dank des Elternbeirats und unseren Sekretärinnen gelang es uns schlussendlich doch,

mit dem „Fair-o-mat“ einen fairen Snack-Automaten zu ordern, wir jubeln immer noch!

 

Geliefert wird er wohl erst im Sommer, startklar dann sein zum neuen Schuljahr –

damit wird für uns nach langer Überlegung ein riesiger Traum endlich wahr!

Zu kaufen gibt es dann Süßkram fairer Art rund um die Uhr ohne Anstehen,

so wird der Heißhunger auf Naschzeug fair gestillt, und das noch bequem!

 

Daher freuen wir uns auf’s nächste Jahr und bleiben zuversichtlich;

der Fairtrade-Gedanke hat sich verankert hier und spielt eine Rolle gewichtig.

Wir sind gespannt, was das nächste (hoffentlich Corona-freie) Schuljahr bringt,

Nun genießt Eure Ferien, kauft fair und bleibt beschwingt! 😊