Wie in jedem Schuljahr wird am JASG die Thematik fairer Handel und Nachhaltigkeit in unterschiedlichen Jahrgangsstufen und in verschiedenen Fächern unterrichtet.

Dies soll an zwei Beispielen erläutert werden:

  1. Katholischer Religionsunterricht in den 6. Klassen (6b, 6c)

Lehrplanbezug:  6.2. Kinder der einen Welt – Kinder des einen Gottes
Dafür werden allgemein ca. 4-5 Stunden verwendet und die Themen

  • Kinderarbeit allgemein
  • Kennenlernen der kirchlichen Hilfswerke und verschiedener Projekte

behandelt.

Thema Fair Trade (Unterrichtsstunden: ca. 3 Stunden pro Klasse):

  • Spiel: „Wir spielen Welt“: Unterschiedliche Verteilung von Bevölkerung und Ressourcen auf die verschiedenen Erdteile; Gespräch über Ausbeutung von Boden durch Baumwollanbau und Futtermittelanbau durch hohen Konsum von Fleisch und Kleidung in Europa; Thema Wasserknappheit durch Anbau von Baumwolle / Entzug von Grundwasser durch Kauf von Wasserrechten z.B. durch Nestlé -> Bewohner ohne Land für Lebensmittel zum Eigenbedarf, sinkendes Grundwasser, versiegende Brunnen, Einsatz von giftigen Spritzmitteln bei Monokultur etc.
  • Kennenlernen verschiedener fairer Siegel: Rugmark, gepa, TransFair etc.
  • Info-Film über fairen Handel allgemein
  • Einsatz von Arbeitsblättern zu kritischem Konsum (Arbeitshilfe kritischer Konsum); Nachdenken über eigenes Taschengeld etc.

 

  1. Wirtschaft und Recht in der 9. Klasse (9b)

Im Fach Wirtschaft und Recht wird das Thema Nachhaltigkeit gleich in den ca. ersten vier Stunden des Schuljahres aufgegriffen
(Der Lehrplan veranschlagt hier lediglich zwei Stunden, wobei der Wirtschaftslehrer Herr Hautmann in der Regel  4+x Unterrichtsstunden darauf verwendet, weil er der Thematik einen sehr hohen Stellenwert bemisst).

Lehrplanabschnitt  9.1.1 Entscheidungen beim Konsum
-> Orientierung des Konsumverhaltens am Prinzip der Nachhaltigkeit

Dabei führt der Wirtschaftslehrer  mit der Reise einer Jeans zum Thema hin, erarbeitet anschließend mit den SuS das magische Dreieck der Nachhaltigkeit und wendet es an.
Ein Film gibt schließlich Einblicke in die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie Asiens und bringt dabei das Thema auf eine emotionale Ebene, die zur Erarbeitung von Handlungsansätzen für eine nachhaltigere Lebensweise führen.
Die SuS stellen anschließend in den Kleingruppen verschiedene Labels und Institutionen vor, die sich für faire und nachhaltige Produkte stark machen bzw. diese produzieren lassen.