Sowohl im Unterricht der 8. Klassenstufe, als auch im Rahmen unserer Fair Trade AG Aktion zum Thema nachhaltiger Konsum und faire Kleidung war es uns wichtig, das Thema nah an die Schülerschaft heranzutragen. Wie kann es sein, dass ein T-shirt bei H&M nur vier Euro kostet? Sind meine Markenturnschuhe wirklich so sauber, wie sie aussehen? Die SchülerInnen der 8. Klassen beschäftigten sich hierzu intensiv mit den weltweiten Wertschöpfungsketten der Kleidung, die sie an diesem Schultag am Körper trugen. Gleichzeitig informierte die Projektgruppe die ganze Schule über die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Hintergründe der Produktionsbedingungen, die sich hinter einem Preisschild im Laden verstecken.

Hierzu wurde öffentlich im Schulgebäude eine Schaufensterpuppe ausgestellt, die mit Kleidern angezogen wurden, die ausschließlich aus dem Sortiment von Anbietern stammen, die sich zur Einhaltung der Menschenrechte und fairen Produktionsbedingungen für die Erzeuger nach den Kriterien des Fairen Handels bekennen. Dabei sollte aber insbesondere deutlich werden, dass ein großer Teil der Verantwortung bei uns Verbrauchern liegt, die wir jeden Tag die Entscheidung über die von uns erworbenen Waren und Güter treffen. Mittels einer Tombola wurden alle Schüler in den Klassen dazu ermutigt, nachzuprüfen, welche Kleidung sie an diesem Schultag am Körper tragen und sich über die Hintergründe der zugrundeliegenden Produktionsbedingungen zu informieren. Dabei sind viele „Aha-Erlebnisse“ gewesen, da den meisten SchülerInnen gar nicht bewusst war, wie sehr ihre persönliche Kaufentscheidung die Arbeits- und Lebensverhältnissen von Arbeiter- und Bauernfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika beeinflussen können. Insgeamt ein schönes Beispiel einer übergreifenden Kooperation zwischen Unterricht und Fair Trade Aktion, die wir gerne so beibehalten und ausbauen möchten.