Im Rahmen der „Fairen Woche 2018“ haben die Mitarbeiter der FAIRTRADE-Übungsfirma Fabiro GmbH zwei Aktionstage veranstaltet.

Nach einer freundlichen Begrüßung wurden die Schüler/innen unserer Schule vor die Frage gestellt, weshalb im Foyer überall Bananen präsentiert wurden. Nach kurzer Diskussion wurde festgestellt, dass nur jede zehnte gekaufte Banane in Deutschland eine FAIRTRADE-Banane ist. D.h. neun von zehn Bananen werden unter unfairen Bedingungen produziert.

Was das für die produzierenden Familien und insbesondere ihre Kinder bedeutet, durften die Schüler/innen durch ein zweiseitiges FAIRTRADE-Quiz herausfinden. Die Fragen konnten sie sich durch das aufmerksame Studieren der vorbereiteten Plakatstationen erschließen. Dabei erfuhren sie die große Bedeutung, die dem fairen Handel im Bereich der Nachhaltigkeit mit seinen ökologischen, ökonomischen und insbesondere sozialen Vorteilen zukommt.

Ein Preisvergleich zwischen fairer und „unfairer“ Banane mit den Prozentangaben über die Gewinnverteilung zeigte, wie gering der Preisunterschied für uns Käufer letztlich ist. Gleichzeitig wurde klar, wie wenig den produzierenden Kleinbauern bleibt, wenn der Handel nicht fair abläuft. Mit den Einnahmen der verkauften FAIRTRADE-Produkte können soziale Projekte wie der Bau von Schulen, Krankenhäusern und der Infrastruktur finanziert werden. Damit werden die Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig verbessert. Auch der Einsatz von umweltverträglichen Düngemitteln hilft den Bauern den Boden angemessen zu bewirtschaften, um eine Überlastung des fruchtbaren Bodens zu vermeiden.

An weiteren Stationen informierten wir die Schüler/innen über die verschiedenen FAIRTRADE-Siegel und -Partner sowie über den Zusammenhang zwischen fairer Produktion und der positiven Wirkung gegen den Klimawandel.

Um die Nachhaltigkeit des Themas FAIRTRADE zu fördern, hatten wir ein Plakat mit verschiedenen Tipps zusammengestellt, die helfen sollen, mehr FAIRTRADE in den Alltag zu integrieren. Hierzu zählt beispielsweise das bewusste Konsumieren. Beim Kauf, oder besser noch vorab, sollte sich der Konsument über seine Produkte informieren. Sind die Produkte nicht unter fairen und guten Bedingungen hergestellt, dann besser Finger weg! Außerdem kann der Konsum von neuen Produkten, wie Kleidung, reduziert werden, wenn man statt neuer, gebrauchte Kleidung im Second-Hand-Laden kauft oder bei einem Kleiderkreisel tauscht. Anregungen für den Alltag boten darüber hinaus leckere und faire Rezepte, wie ein Bananenbrot und eine Heidelbeermüslischale. Diese Produkte lassen sich gut zuhause vorbereiten und als Pausensnack mit in die Schule bringen.

Damit die Schüler/innen auch die Social-Media-Welt mit dem FAIRTRADE-Gedanken anstecken konnten, hatten wir eine Selfie-Wand vorbereit. Fleißig wurden lustige Selfies gemacht und mit „# Faire Woche“ in die sozialen Netzwerke gestellt.

Die ausgefüllten Quizbögen wurden eingesammelt und unter allen richtig beantworteten Bögen werden drei FAIRTRADE-Preise aus dem Sortiment unserer Juniorfirma Junior Trading Künzelsau GmbH verlost.

Zur Stärkung durften die fleißigen Schüler/innen die vorbereiteten fairen Schokobananen kosten. Wir achteten bereits beim Einkauf darauf, dass sowohl die verwendeten Bananen als auch der Schokoguss aus fairen Handelsbedingungen stammte. Die Bananen wurden daher über den Weltladen in Künzelsau bezogen.

Finanziert wurden die Aktionen durch ein Preisgeld, dass die Fabiro GmbH beim Wettbewerb „Nachhaltige Schüler-, Übungs- und Juniorenfirmen“ gewonnen hat und durch den Freundeskreis der Kaufmännischen Schule Künzelsau e. V.

Wir bedanken uns für die aktive Teilnahme an den Aktionen und hoffen, dass wir den FAIRTRADE-Gedanken erfolgreich an unsere Mitschüler/innen weitertragen konnten.