Eine Berufsbildende Schule ist ein komplexes, großes System verschiedener Schulformen, Abteilungen und Schülergruppen – so auch die BBS am Pottgraben in Osnabrück. Ca. 4000 Schülerinnen und Schülern in Voll- und Teilzeitschulformen, die i.d.R. ein bis drei Jahre bei uns zur Schule gehen, verbindet zunächst nur ein Faktor: der Wunsch nach kaufmännischer Wissens- und Kompetenzvermittlung.
Wie gründet man hier ein Fairtrade-Schulteam? Nach dem Prinzip, mit den Klassen/Kollegen/Schulformen starten zu wollen, die momentan am intensivsten an Fairtrade-Themen und -Aktionen arbeiten, war schnell klar, wie wie uns als „Startteam“ formieren würden: Der Schulleiter Ralf Korswird stellt ein wichtigstes Mitglied dar, da er hinter der Idee steht und ein wichtiges Bindeglied zum Schulvorstand ist (der auch Verbindung zu Ausbildern und Eltern hat – Elternarbeit und -repräsentanz ist an BBS völlig anders als im allgemeinbildenden Bereich). Die Kollegen mit einem langjährigen Fairtrade-Projekt im WirtschaftLive-Unterricht – Thomas Kreye und Martin Kramer – sind quasi „prädestiniert“. Bleibt noch die Englischlehrkraft der FOG12E1 (Dr. Birgit Nagel), die sich in diesem Jahr intensiver der Fairtrade-Thematik widmen kann, da die Lerngruppe außergewöhnlich engagiert bei der Thematik ist. Hier ergeben sich auch Anknüpfungspunkte für die Arbeit im Studienseminar Osnabrück für das Lehramt an BBS, da Frau Nagel hier als Ausbilderin tätig ist und insoweit Multiplikatorin für Berufsanfänger.
Zwei der vier SchülerInnen stammen aus der FOG12E1 (Charlotte Heyl und Moritz Wurm), zwei weitere (Dedille Mohamed und René Mayer) aus der HH12 (Einjährige Berufsfachschule Wirtschaft). Dieses ist deshalb sinnvoll, da beide Schulformen die Möglichkeit bieten, mit dem Übergang in die Berufsoberschule bzw. Berufsschule für die SchülerInnen eine Kontinuität der Arbeit auch im kommenden Jahr zu gewährleiten.