Protokoll zum 1. Treffen des Fairtrade-Gremiums des Balthasar-Neumann-Gymnasium Marktheidenfeld

Datum 03.03.15

Ort Balthasar-Neumann-Gymnasium Marktheidenfeld, Bibliothek

Uhrzeit 16.00 Uhr – 17.30 Uhr

Teilnehmer Schuldirektorin Frau Dr. Greving, Seminarleiter Herr Seidel, 14 Mitglieder des P-Seminars „Fair Future @ Fairtrade-School“, Leiterin des Weltladens Marktheidenfeld Frau Schlembach, 2 Lehrervertreter, 2 Elternvertreter, 1 Schülervertreter Protokollantin Theresa Michel

Tagesordnungspunkte:

TOP 1: Begrüßung der Teilnehmer durch die Moderatoren

TOP 2: Erläuterung des Fairtrade-Konzepts durch die Moderatoren

TOP 3: Präsentation ihrer Vorhaben durch die verschiedenen Kleingruppen des Seminars

TOP 4: Unterzeichnung des Fairtrade-Kompasses durch einzelne Vertreter

TOP 5: Aufteilung der Teilnehmer in zwei Gruppen zur Ideenfindung und zum Ideenaustausch

TOP 6: Vorstellung der Ergebnisse aus der Gruppenphase durch die Moderatoren

TOP 7: Bedanken bei den Teilnehmern und Verabschiedung dieser durch die Moderatoren

zu TOP 1: Pünktlich um 16.00 Uhr beginnt das erste Treffen des Fairtrade-Gremiums des Balthasar-NeumannGymnasium Marktheidenfeld, wessen Mitglieder von der Öffentlichkeitsgruppe des P-Seminars „Fair Future @ Fairtrade-School“ im Vorfeld angeworben worden sind, mit der Begrüßung der Teilnehmenden durch die Moderatoren Melanie Abb, Christopher Fischer, Sebastian Glaus und Pierre Lorenz, die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sind. Leider wird von ihnen auch festgestellt, dass deutlich weniger Schüler ihrer Einladung gefolgt sind, als sich zuerst dafür interessiert hatten. Erfreulich ist jedoch die Anwesenheit der Schuldirektorin Frau Dr. Greving und der Leiterin des „Weltladen Marktheidenfeld“ Frau Schlembach.

zu TOP 2: Anschließend wird kurz allgemein das Fairtrade-Konzept durch die Moderatoren erläutert. Fairtrade steht für einen kontrollierten Handel, bei dem die Erzeuger für ihre Produkte meist einen von FairtradeOrganisationen festgelegten Mindestpreis erhalten. Damit soll ihnen auch bei niedrigeren Marktpreisen ein verlässlicheres Einkommen als im herkömmlichen Handel ermöglicht und so ihre Lebensbedingungen verbessert werden.

zu TOP 3: Um zu zeigen, wie man das vorgestellte Fairtrade-Konzept im Rahmen des Seminars umsetzen möchte, präsentieren die Arbeitsgruppen, in die sich das Seminar aufgeteilt hat, danach ihre Vorhaben. Dabei beginnt die Gruppe „Produkte und Aktionen“, bestehend aus Enrico Greßer, Moritz Grön, Sarah Laux und Laura Riegel, von denen bereits die Aktion „Faire Rosen zum Valentinstag“ durchgeführt worden ist. Da eine der Bedingungen des Fairtrade-Kompasses lautet, dass mindestens zwei Aktionen durch- und zwei faire Produkte eingeführt werden müssen, ist außerdem eine Befragung der Lehrer zum Thema „Fairtrade im Lehrerzimmer“ für die Zeit um die Osterferien und ein „Fairday“ im Juni geplant. Daraufhin treten die beiden Kleingruppen, die den Unterricht in zwei verschiedenen Jahrgangsstufen vorbereiten und gegen Ende des Schuljahres halten, was eine weitere Bedingung des Fairtrade-Kompasses darstellt, nach vorne. Johanna Brummer, Theresa Lampert und Eliza Metz führen den Unterricht im Fach Wirtschaft und Recht in der 10. Jahrgangsstufe durch, ihr Hauptthema ist die Rolle von Fairtrade-Produkten im globalen Handelsgeschehen. Um den Schülern dies näher zu bringen, drehen sie unter anderem einen Film. Um die Auswirkungen von Fairtrade auf das Leben von „Kindern in der einen Welt“ geht es im Unterricht im Fach Religion in der 6. Jahrgangsstufe, für den Eva Grimmer, Theresa Michel und Miriam Rösch verantwortlich sind. Mithilfe von Mangos und der Kinderrechtsorganisation „Preda“ soll das Thema an konkreten Beispielen veranschaulicht werden.

zu TOP 4: Nachdem die Planungen zur Erfüllung der Bedingungen des Fairtrade-Kompasses von den einzelnen Kleingruppen mitgeteilt worden sind, muss als nächstes von diversen Vertretern der Fairtrade-Kompass unterzeichnet werden, der als Grundlage für die Anmeldung zur Fairtrade-Schule dient. Dafür kommen die Schulleiterin Frau Dr. Greving, Seminarleiter Herr Seidel und als Vertreter der Arbeitsgruppen des Seminars Melanie Abb, Enrico Greßer und Miriam Rösch nach vorne und unterschreiben das notwendige Dokument. Somit ist ein großer Schritt in Richtung „Fairtrade-School“ getan.

zu TOP 5: Damit auch die Teilnehmer, die nicht zu den 14 Mitgliedern des P-Seminars gehören, ihre Ideen einbringen können, wird das Gremium im nächsten Schritt in zwei Gruppen aufgeteilt, innerhalb derer ein Gedankenaustausch zum Thema stattfinden soll. Nachdem anfangs zunächst noch einmal die Vorhaben der Arbeitsgruppen angesprochen worden sind, bringen sich alle anderen mit eigenen und wertvollen Ideen ein oder stellen Fragen zu bereits vorhandenen, sodass diese weiter ausgefeilt werden können. Ungefähr 20 Minuten später finden sich die Mitglieder wieder alle mit ihren auf Zetteln notierten Ergebnissen im Plenum zusammen.

zu TOP 6: An letzter Stelle steht die Vorstellung dieser Ergebnisse aus der Gruppenphase durch die Moderatoren. Zunächst werden Angelegenheiten angesprochen, die in naher Zukunft in Angriff genommen werden können. Zum einen möchte ein Mitglied des P-Seminars Herrn Küfner bezüglich einer Pinnwand für den Verlauf und die erreichten Ziele im Seminar ansprechen. [Ergänzung: Mittlerweile hat das P-Seminar eine große Glasscheibe im Windfang erhalten und bereits mit der Gestaltung dieser begonnen. Sie wird fortlaufend aktualisiert.] Außerdem soll für den letzten Schultag ein faires Frühstück im Anschluss an den ökumenischen Kreuzweg geplant werden. [Ergänzung: Das faire Frühstück hat am 27.03.2015 in der Mensa stattgefunden, zur Dokumentation sind von einem Mitglied des P-Seminars Fotos gemacht worden.] Dasselbe könnte am Tag nach dem Schulfest auf dem Sportplatz für alle Schüler und Lehrkräfte wiederholt werden. Nach den Osterferien findet am 14.04.2015 eine Lehrerkonferenz statt, an dem das Thema „Fairtrade im Lehrerzimmer“ von Projekt-Seminaristen vorgestellt werden soll. In den Wochen danach findet dann eine Verkostung von fairem Kaffee im Lehrerzimmer statt, um eine Etablierung des Produkts zu ermöglichen. Ideen für weitere Produkte, die eingeführt werden könnten, sind: faire Bananen über ein sogenanntes Bananenabo, faire Smoothies in besonderen Aktionswochen oder an festgelegten Tagen, faire Balle für den Sportunterricht, Fair-O-Mat. Der Fair-O-Mat ist ein besonderer Automat mit manuellem Betriebssystem, der sich mit fairen Produkten wie zum Beispiel getrockneten Früchten, Keksen, Nüssen oder Orangensaft bestücken lässt. Weiterführende Informationen und ein Kostenvoranschlag sollen dem Direktorat vorgelegt werden, um über die Finanzierung nachzudenken, wobei eventuell 10% des Erlöses des Schulfestes für die Anschaffung eines Fair-O-Maten verwendet werden könnten. Ideen für langfristige Ziele sind eine Themenseite oder gar eine Themenausgabe in der Schülerzeitung, Kontaktaufnahme und Erfahrungsaustausch mit der Organisation „Grüner Gockel“ sowie der Kinderrechtsorganisation „Preda“, die für die Aufführung eines ihrer Theaterstücke im Jahr 2016/17 in Marktheidenfeld gewonnen werden könnte.

zu TOP 7: Aufgrund der vielen neuen Anstöße und Ideen verabschieden die Moderatoren die Teilnehmer des 1. Treffen des Fairtrade-Gremiums des Balthasar-Neumann-Gymnasium mit einem Dankeschön.

https://blog.fairtrade-schools.de/wp-content/uploads/2015/05/2015-04-02_Protokoll_Unterzeichnung_Fairtrade-Kompass.pdf