Am 16. Februar 2017 wurde erstmals ein Projekt des Hellenstein- Gymnasiums auf der europaweit größten Bildungsmesse didacta in Stuttgart vorgestellt. Entwickelt und durchgeführt wurde das fächer- und klassenstufenübergreifende Projekt „Migration begreifen – miteinander leben“ von Sabine Grobe, Sandra Ungar und Nicole Iskounen. Den Anfang nahm das Projekt im Bezug auf die Lesung der bekannten Journalistin und Schauspielerin Mo Asumang aus ihrem Buch „Mo und die Arier“ am 1. Mensa-Aktionstag des Schuljahres 2016/17. Schüler der Klassen 9c, 10b, 10c und der Kursstufe 1 haben sich dabei mit den aktuellen weltweiten Migrationsströmen beschäftigt, Ursachenforschung betrieben und dabei versucht, Migration als historisches Phänomen zu begreifen und zu erklären.

Im NWT-Unterricht der Klasse 10 wurde dazu ein Lernzirkel erstellt und dieser im Peerteaching im Rahmen des Mensa-Aktionstages am 27. Oktober mit Fünftklässlern des HG erprobt.  Dabei wurde auch unser problemtisches Konsumverhalten als Beitrag zur derzeitigen Situation kritisch hinterfragt. Der Spanischkurs der K1 beschäftigte sich zunächst ausgehend von spanischen Liedern und Liedtexten mit dem Thema „Migración“. Daraus entstanden in mehreren Schritten Plakate zur eigenen Identität und Arbeitsblätter zu diesem Thema für ein Peerteaching der Zehntklässler, alles erstellt durch die Kursstufenschüler der K1.
Gerade beim Thema Migrationsursachen stoßen die Schüler immer wider auf die Optionen des fairen Handels.

Diese umfassende Arbeit überzeugte auch das Kultusministerium Baden-Württemberg, so dass eine Einladung zum „Gläsernen Klassenzimmer“, in dem „Best-practice“- Beispiele aus dem ganzen Bundesland gezeigt werden, erfolgte.
Die Schülerinnen und Schüler der beteiligten Klassen präsentierten ihre Ergebnisse sehr souverän auf der Messe, was beim Fachpublikum gut ankam und auf reges Interesse stieß.
Als Fazit der Projektarbeit bleibt zu sagen, dass allen Beteiligten des Projekts (einmal mehr) klar geworden ist, dass wir doch, trotz unserer unterschiedlichen Herkunft und unserer unterschiedlichen Erfahrungen – um es mit dem Text eines der erwähnten spanischen Lieder auszudrücken – alle „unter der gleichen Sonne“ leben – „bajo el mismo sol“.
Nicole Iskounen