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Ob im Erdkundeunterricht, in Wirtschafts- und Rechtslehre, in Religion oder in Sozialwesen – das Thema „Fairtrade“ lässt sich an den St. Marien Schulen mit vielen Fachbereichen verknüpfen. Besonders interessiert zeigen sich die Schülerinnen allerdings immer wieder an den „konsumkritischen Stadtrundgängen“ die seit einigen Jahren vom Regensburger Weltladen „Una Terra“ angeboten  werden.

Mit dem Weltladen als Ausgangspunkt startet so für die Schülerinnen verschiedenster Klassenstufen ein Unterrichtsgang der besonderen Art. Vor thematisch passenden Geschäften macht die Gruppe Halt, um z.B. mehr über die Herstellung von Papier und den damit verbundenen Energie- und Wasserverbrauch zu erfahren. Auch die Gewinnung und das Recycling von Edelmetallen, die zur Herstellung von Handys benötigt werden und die Produktion unserer Kleidung in Entwicklungsländern werden besprochen.

Vielen Mädchen wird an dieser Stelle erst bewusst, dass sie als Konsumenten auch einen Teil zu den oftmals sehr negativen Aspekten, die mit der weltwirtschaftlichen Situation verbunden sind, beitragen bzw. diese ebenso positiv beeinflussen könnten. Gemeinsam werden Alternativen diskutiert, wie man als Verbraucher darauf achten kann, die Umwelt zu schützen oder Kinderarbeit und Ungerechtigkeiten in Entwicklungsländern entgegenzuwirken. Der Faire Handel spielt dabei natürlich eine wichtige Rolle. Und besonders die Tatsache, dass die Schülerinnen dabei ihre ganz persönliche Haltung zum Thema überdenken können, macht den konsumkritischen Stadtrundgang zu einem tollen und praktischen Beispiel für globales Lernen.