Am Donnerstag, 19. April, fand im Erdkundekurs auf erhöhtem Niveau im 11. Jahrgang des Campe-Gymnasiums wieder einmal Fairtradeunterricht statt: Thema dieser Doppelstunde waren die Auswirkungen des Klimawandels auf den Kaffeeanbau und die Möglichkeiten und Grenzen des Fairen Handels, den Kaffeebauern zu helfen. Damit gliederte sich die Stunde ideal ein in das aktuelle Unterthema „Erderwärmung und ihre Folgen“.

Zu Beginn der Stunde wurden anhand von Fotos sichtbare Folgen der Erderwärmung aufgezeigt. Dann bekamen die Schülerinnen und Schüler aus den Fairtrade-Unterrichtsmaterialien Informationen und Grafiken zum Thema Kaffeeanbau, aus denen sie aus dem Klimawandel resultierende Probleme für die Kaffeebauern sowie Lösungsansätze herausarbeiten sollten. Dabei fiel vor allem die finanzielle Unsicherheit auf, unter der Angestellte von Plantagen leiden.

Dem wurde anschließend die Situation von in Fairtrade-Kooperativen zusammengeschlossenen Bauern gegenübergestellt, die eine gewisse finanzielle Planbarkeit gewährleisten.

 

Vom 9. bis 14. Mai fand auch in der sechsten Klasse Fairtradeunterricht statt, allerdings im Fach Soziales Lernen. Der Schwerpunkt lag hier lediglich auf dem Klimawandel, den die Klasse spricht in diesem Fach momentan über Nachhaltigkeit und Klimawandel. Hilft es, Fairtradeprodukte zu kaufen, um den Klimawandel zu verlangsamen?

Die Schülerinnen und Schüler markierten auf einer Weltkarte die zwölf Länder mit den höchsten CO₂-Emissionen und stellten fest, dass die Verteilung ungleichmäßig ist. So ist Südafrika das einzige Land seines Kontinents, das zu den Top 12 gehört. Sie diskutierten die Hauptursachen (Industrie, Verkehr) und schlugen Lösungsansätze vor, die, wie sie selbst feststellten, ein gewisses Maß an Bildung und Forschung und natürlich Geld voraussetzen; in Entwicklungsländern weitenteils nicht vorhandene Ressourcen. An dieser Stelle setzt Fairtrade an und ermöglicht den Bauern (hier wieder das Beispiel Kaffeanbau) durch sichere Löhne die Steigerung der Produktivität und Qualität sowie den Bau von Schulen und Infrastruktur.

Ziel beider Unterrichtseinheiten war die Erkenntnis, dass Fairtrade sich für die Anpassung an den Klimawandel einsetzt, um nachhaltig landwirtschaftliche Produktion zu ermöglichen, bei der die Arbeitskräfte nicht ausgebeutet werden.