Fairtrade in der Pausenhalle

Im Frühjahr 2016 haben sich die Schüler/innen einer sechsten Klasse mit ihrer Lehrerin Frau Cassier im Religionsunterricht  zum Thema ‚Schöpfung“ unter dem Aspekt der sozialen Gerechtigkeit intensiv mit Fairtrade auseinandergesetzt. Zum Abschluss haben sie eine Vitrine zu dem Thema „Fairtrade und Schöpfung“ ausgestaltet und betreuten im Dezember 2016 eine Woche lang in den großen Pausen selbständig einen Verkaufsstand mit Fairtrade-Produkten aus dem Verdener Weltladen im Foyer der Schule.

 

 

 

Schuleigene Fairtrade-Logos im Kunstunterricht gestaltet

Im Februar und März 2017 haben die Schüler/innen der Klasse 7B im Kunstunterricht von Frau Dr. Bachmann ein schuleigenes Fairtrade-Logo als Linoldruck entwickelt, das auf verschiedene FT-Produkte unserer Schule (Tassen, Bleistifte u.a. und dem Flyer) gedruckt und verwendet werden soll.

Die Thematisierung von FairTrade im Unterricht stand zu Beginn des Projektes auf dem Plan, dann wurden Gestaltungsideen z.T. in Gruppenarbeit entwickelt und schließlich seitenverkehrt auf eine Linolplatte übertragen und mit Linolschneidewerkzeugen ausgeschnitten. Die fertige Druckvorlage wurde dann mit Linolfarbe in verschiedenen Farben gedruckt und weiter per Hand überarbeitet. Dabei sind mehrere ansehnliche und kreative FT-Logos entstanden.

„Als erstes haben wir uns überlegt was Fairtrade überhaupt ist, damit wir auch einen passenden Druck gestalten können. Wir haben uns dann für eine Weltkarte, eine Palme und natürlich die Schrift „FAIRTRADE AM GAW“ entschieden. Wir haben die Weltkarte gewählt, weil Fairtrade auf der ganzen WELT bekannt ist. Da der Kaffee ein sehr bekanntes Fairtrade-Produkt ist, haben wir eine Art Kaffeebaum gezeichnet. Dennoch ist er auch bisschen aus unserer Fantasie. Da wir auch deutlich betonen wollten, dass es Fairtrade jetzt auch am GaW gibt, haben wir es auch darauf geschrieben. Dabei mussten wir darauf achten, dass die Schrift seitenverkehrt auf den Druckstock angebracht wird. Nachdem wir unsere Ideen vollständig fertig hatten, haben wir sie gezeichnet und es mehrmals geübt, sie mit Kohlepapier auf andere Blätter zu übertragen. Dann haben wir die Zeichnung auf die Linoleumplatte übertragen und noch Linien hinzu gezeichnet, damit wir am Ende schöne Umrandungen erhalten. Später als der Druckstock ausgeritzt war, haben wir verschiedene Farben auf eine Glasplatte mit einer Gummiwalze verteilt und den Druckstock mit der ausgekratzten Seite auf die Glasplatte gelegt. Wir haben ihn dann mit dem hölzernen Handreiber festgedrückt und vorsichtig abgezogen, mit der ausgeritzten Seite auf ein Blatt Papier gelegt und beim Festdrücken mit dem japanischen Handreiber darauf geachtet, dass der Druckstock fest auf dem Blatt bleibt. Nach dem Festdrücken haben wir es vorsichtig abgezogen und das Papier zum Trocknen auf die Fensterbank gelegt. Als es getrocknet war haben wir es abschliessend mit Fineliner verschönert. Das ganze Projekt hat etwa zwei Monate gedauert.“

Bericht von Dana Seitz, Klasse 7B

Über die weitere Verwendung der FT-Logo-Entwürfe wird bis Ende des Schuljahres gemeinsam entschieden.

   

Während der Arbeit an den Fairtrade-Logos im Kunstunterricht

 

 

 

Fairtrade im Erdkundeunterricht Klasse 10 – (2017)

Baumwolle und Textilien aus Indien – geht es auch gerecht?

Alle Schüler_innen unseres Erdkundekurses (10a & 10f) besitzen Baumwoll-T-Shirts und
so wurden für uns Wachstums-, Produktions- und Vermarktungsbedingungen interessant,
wie auch andere Faktoren, z. B. der Transport, das Saatgut, die gesundheitlichen Auswirkungen
durch Pestizidverwendung.
Zunächst untersuchten wir die naturräumlichen Bedingungen, unter denen die Baumwollpflanze
in Indien (Schwellenland Rang 2) wächst: mind. 200 Tage im Jahr müssen frostfrei
sein, eine Wachstumstemperatur von 27 °C ist neben ausreichender Niederschlagsmenge
nötig. Die Produktions- und Vermarktungsbedingungen in Indien unterscheiden sich deutlich
von denen in den USA: kleinbäuerliche Betriebe mit kleinen Flächen, auf denen überwiegend
manuell geerntet wird, im Unterschied zu Plantagen von 300 ha und größer unter
starker Verwendung von synthetischen Düngemitteln und Pestiziden bei Maschineneinsatz.
Qualitativ hat die von Hand geerntete Baumwolle einen großen Vorsprung. Der geringe
Einsatz von Pestiziden soll indische Frauen in den ländlichen Regionen in den Arbeitsprozess
integrieren und Schwangere schützen sowie Ungeborene gesundheitlich unbelastet
heranwachsen lassen. Beispielhaft steht dafür die Selbstorganisation in Form der
Chetna-Kooperative im zweitgrößten Bundesstaat Maharashtra, die der FairtradeOrganisation
angehört. Grundlage der dörflichen Kooperative ist das Konzept der Nachhaltigkeit,
mit dem Mitgliedern sichere und faire Arbeitsbedingungen garantiert werden,
selbst produzierte Baumwollsaat kostenfrei zur Verfügung gestellt wird und so ein Schutz
vor Abhängigkeit (durch z. B. Hybridsaatgut der Großkonzerne) und Preisschwankungen
auf dem Weltmarkt entsteht. Daneben werden Bildungsprojekte unterstützt (Kauf von
Fahrrädern für schulpflichtige Kinder um 20 km Schulweg schneller zu überwinden), und
Ressourcenschonung geübt (Zuteilung des Bewässerungswassers).
Erschreckendes brachte dann die Untersuchung der Arbeitsbedingungen der Näherinnen
zu Tage: Marode Produktionshallen, z. T. unbezahlte Überstunden, Kinderarbeit, …
Uns wurde klar, dass fair angebaute Baumwolle eine echte Chance zu einem würdigen
Leben in den peripheren und ruralen Regionen Indiens bietet, dass jedoch bei 18 ct Verdienst
eines BW-Bauern bei einem Kleidungsstück keine faire Behandlung gegeben ist.
Mit ein bis zwei Euro Preisaufschlag pro Kleidungsstück wäre viel gewonnen, die Abläufe
könnten für alle an der Produktionskette Beteiligten fair gestaltet werden und wir würden
durch bewussteres Konsumieren einen Beitrag zu einem kleineren ökologischen Fußabdruck
leisten.
‚Augen auf beim Kleidungskauf‘ gilt nun stärker für uns – vorab die Produktionsbedingungen
und Vermarktungsstrategien erkunden, um FAIRTRADE umzusetzen.

Gymnasium am Wall, Verden (April 2017, SMI-SuS)

 

 

 

 

Unser GaW ist Fairtrade-School! – Gestaltung eines Flyers im Kunstunterricht

 Im Kunstunterricht des 12. Jahrgangs wurde anlässlich der Auszeichnung unserer Schule als Fairtrade-School im Sommer 2017 ein Flyer von Schüler*innen gestaltet.

Dazu wurden im Schuljahr 2017/18 zunächst die Grundlagen des Fairen Handels in mehreren Arbeitsgruppen erarbeitet und durch einen informativen Film und einen Vortrag eines Vertreters des örtlichen Weltladens ergänzt. Im Anschluss daran wurden die Gestaltungsmerkmale eines informativen Flyers erarbeitet.

In Partnerarbeit wurden dann die Flyer gestalterisch entwickelt. Dabei sollten die Zielgruppe (Schüler*innen des Jahrgangs 5-12 und Eltern unserer Schule), die Merkmale und Errungenschaften des Fairen Handels und die Aktivitäten unserer Schule, berücksichtigt werden. Zudem sollten die Logo-Entwürfe des 7. Jahrgangs (Linoleum-Druck) mit aufgenommen werden.

Am Ende sind eine Reihe sehr ansprechender GaW-FairTrade-School-Flyer entstanden, von denen einige hier abgebildet sind. Die Endauswahl für den besten Flyer ist noch nicht abgeschlossen.

Danach wird der beste Flyer gedruckt und auf Elternabenden und Schulveranstaltungen am Fairtrade-Stand verteilt.

 

 

 

„Entwurf eines Fairtrade-Logos“ im Kunstuterricht der 8. Klasse im Schuljahr 2017/2018