In unserem Geschichte-Buch „Zeitreise 2“ vom Klett-Verlag wird der Bogen geschlagen von der Kolonisierung Südamerikas zur heutigen Situation. Die Erfahrungen der heutigen Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menschu sind ein Beispiel für ausbeuterische Kinderarbeit.

Beim Bearbeiten dieses Themas im Geschichtsunterricht der Klassen 7a und 7b im November 2017 stellten wir fest: Leider wird, obwohl es naheliegend ist, auf dieser Doppelseite des Lehrbuchs kein Bezug zum Fairen Handel als Lösungsalternative dargestellt. Dazu diente uns das aktuelle Heft „Sternsinger“ (4/2017) des Kindermissionswerks (kostenlos zu bestellen unter www. sternsinger.de) zum Thema „Fairer Handel“.

Sternsinger-Magazin 4/2017 Für Fairen Handel weltweit

Was können wir tun? Mit Hilfe des Sternsinger-Heftes vertieften wir uns in die Kriterien des Fairen Handels und überlegten, welche Informationen über Plakate sichtbar gemacht werden sollten. So entstand eine beeindruckende Vielfalt, die wir dann beim Tag der offenen Tür im März 2018 zeigen wollen.

Aus den Rückmeldungen der Schülerinnen:

  • „In der Geschichtsstunde am 24.11.2017 haben wir über den fairen Handel geredet und über verschiedene Ansichten diskutiert. Viele sind der Meinung, dass der faire Handel eine gute Sache ist. Andere finden, dass die Produkte sehr teuer sind. Meine Meinung ist, dass es sich lohnt, das Geld auszugeben. Wir alle sind der Meinung, dass es gut ist, dass beim fairen Handel keine Kinderarbeit getrieben wird. Am Ende der Stunde sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass es gut wäre, wenn jeder einmal im Monat etwas beim Eine-Welt-Laden kaufen würde“ (Anna, 7a).
  • „Für mich bedeutet fairtrade, wenn die Arbeiter genug Geld bekommen für die Ware. Oft bekommen sie unter 5 ct für etwas, was bei uns 1 € kostet. Auch bei Klamotten: Wir freuen uns, wenn ein T-Shirt nur 2,99 € kostet, die Arbeiter nicht. Sie bekommen zu wenig Geld, obwohl sie mindestens 10 Cent brauchen, um zuüberleben. Man kann diesen Leuten helfen – nur die meisten wollen nicht, sind zu faul, aber nur die Wenigsten können es nicht. Die, die es nicht können, sind Leute, die kein Geld verdienen und selber Probelme haben, ihr Leben zu finanzieren, obwohl auch das keine Ausrede ist. Sie können ja mal im Laden auf Fairtrade-Siegel achten“ (Julia, 7b).
  • „Fairtrade ist eine sehr gute Sache, finde ich persönlich. Die Leute, die die Produkte herstellen, kriegen mehr Geld und können sich so um ihre Familien kümmern.
    Die günstigen Produkte werden in sehr armen Ländern hergestellt unter sehr schlimmen Bedingungen. Kinder müssen arbeiten und können so nicht in die Schule gehen oder kommen mit giftigen Chemikalien in BErührung, da sie kein Geld für Schutzkleidung haben, z.B. bei Klamottenherstellungen … und noch viel mehr.
    Wir kaufen günstige Produkte, obwohl die meisten auch das Geld hätten, für 2- €-Bananen statt 1- €-Bananen. Und ich finde, man hat auch ein besseres GEfühl, wenn man Fairtrade-Produkte kauft und weiß, dass man die schlechten Bedingungen nicht unterstützt, die in den armen Ländern herrschen. Man muss ja nicht immer Fairtrade-Produkte kaufen, ab und zu reicht ja auch schon für den Anfang“ (Pia, 7b).
  • „Ich achte jetzt darauf, dass es Fairtrade ist, weil ich Leute in armen Ländern unterstützen will, damit sie fair behandelt werden, da ich mir das auch wünsche. Ich möchte nicht, dass die Menschen hungern, deshalb unterstütze ich sie gerne. Ich hoffe, das tun auch andere“ (Jennifer, 7b).
  • „Fairtrade ist für mich: Wenn Leute bekommen, was sie verdienen und leben können und essen können, denn das haben diese Leute genau so verdient wie wir auch!“ (Annika, 7b).