Direkte Begegnung ist die beste Möglichkeit, um interkulturell Verständnis zu wecken. Das wurde auch deutlich, als am 31. Mai und am 1. Juni 2016 – jeweils einen ganzen Schultag lang – der Unterricht mit zwei jungen Referenten aus Entwicklungsländern gestaltet wurde. Beteilgt waren 7., 8. und 10. Klassen. Die Brasilianerin Taina Pump-Arndt behandelte das Thema „Orangen und Fairer Handel“. Zudem erörtete sie die Frage, ob die sportlichen Großereignisse Fußball-WM 2014 und Olympiade 2016 positive Effekte für die Gesamtbevölkerung gebracht hätten. Auch zur aktuellen politischen Entwicklung ihres Landes berichtete sie. Timité M’Bafebo, der von der Elfenbeinküste stammt, informierte über „Kakao und Fairen Handel“. Ein weiterer Schwerpunkt von ihm war die Darstellung seiner persönlichen Entwicklung vom Bürgerkriegsflüchtling bis zum erfolgreichen Studierenden in Deutschland. Nach harter Anfangszeit – er kam ohne Deutschkenntnisse an, hatte zunächst keinerlei persönliche Kontakte und Unterstützung – strebt er jetzt eine Karriere als Ingenieur an. Die deutsche Staatsbürgerschaft hat er inzwischen auch erworben. Gerade seine Fluchterfahrungen beeindruckten die Schüler und Lehrkräfte.