Alle Zuschauer sind still und schauen aufmerksam auf die Bühne, gespannt, was als Nächstes kommt. Gerade noch sieht man eine ernste Frau hinter der Tafel des Blauen Hörsaals verschwinden, die zuvor den zahlreichen Zuschauern den traurigen Alltag ihres Leben als Flüchtling erzählt. Während das Publikum noch über den letzten Akt und dessen aktuellen politischen Bezug nachdenkt, erheben sich mehrere Personen auf der Bühne und fangen an einen fröhlichen, kenianischen Tanz mit passendem Gesang aufzuführen, der die Zuschauer, nach dem ernsten Monolog zuvor, vollkommen aus der Fassung bringt.

Dies ist ein Teil des Stücks „Auf der Flucht“, aufgeführt vom Hope Theater Nairobi am 18. April von 19:00 – 21:00 Uhr.

Zum dritten Mal ist das Hope Theater schon in Siegen und beschert uns mit seinem interessanten und abwechslungsreichen Bühnenprogramm. Das Theater besteht aus kenianischen und deutschen Performern und behandelt mit Raps, Liedern, Tänzen, Monologen, Theaterszenen auf English und Videoclips ein jeweils brisantes Thema.

Bei ihrem ersten Besuch in Siegen trat das Theater mit ihrer Show „The Fair Trade Play“ am PPR und im Apollo auf. Sie behandelten das Thema fairen Handel und die Zusammenarbeit zwischen der EU und Afrika.

Ein Jahr später, am Weltwassertag, wurde das Stück „Wasser“ gespielt, und Alles rund um den überlebenswichtigen Rohstoff erklärt.

Am Morgen des 18. April war das Theater schon am PPR und ist mit der aktuellen Fassung ihres Klassikers „The Fair Trade Play“ aufgetreten. Im begeisterten Publikum saßen u. a. die Oberstufe des PPR`s, Schulklassen aus anderen Schulen, der Bürgermeister und Frau Angelika Flohren, Sprecherin des Lenkungskreises der „Fairtrade-Town Siegen“. Im Anschluss hatte das Publikum die Möglichkeit sich mit den Darstellern zu unterhalten und dabei ihr English ein wenig aufzubessern.

Ein Highlight dieser Show war wieder einmal Katrina Gobrecht, Schüerin einer 7. Klasse des PPR`s und Mitglied des Fairtrade-Schulteams. Sie spielte eine Theaterszene und tanzte kräftig mit.

Am Abend ging es dann direkt an der Uni Siegen weiter. Das diesjährige Stück dreht sich rund um das Thema Flucht. Die einzelnen Darsteller erzählten auf ihre Weise den ernsten Alltag eines Flüchtlings und übermittelten durch Musik die Trauer und den Schmerz, die täglichen Begleiter eines Flüchtlings.

Um die Stimmung aufzulockern wurden zwischendurch kulturelle Lieder und Tänze aufgeführt und nach 90 unterhaltsamen Minuten ist die Show zu Ende.

Alle sind froh und erleichtert das alles so gut geklappt hat und bei guter Stimmung erhalten die Zuschauer im Bistro der Universität die Möglichkeit sich mit den Darstellern zu unterhalten, Fragen zu stellen und den Abend ausklingen zu lassen.

Organisiert wurde der Aufenthalt und die Show vom Fairtrade-Schulteam des PPR und vom Asta der Uni Siegen. Große Unterstützung fanden sie dabei vom Lenkungskreis der Fairtrade-Town Siegen, dem Studierendenwerk Siegen, dem Weltladen Siegen und Refugees Welcome Siegen.

Zum Schluss fand Robin Schneider vom PPR noch die Worte: “Wir, und ich spreche für alle Zuschauer, freuen uns auf ein Wiedersehen mit dem Hope Theater im nächsten Jahr.“

Reportage von Fynn Bjarne Pfeifer (9B)