Fairtrade-Projekt in der Klasse 8a

Die ersten Schritte auf dem Weg zur Fairtrade-Zertifizierung unseres Gymnasiums sind getan. Einen Beitrag dazu leistete die Klasse 8a, die sich im Rahmen der Unterrichtssequenz „Mittel- und Südamerika“ intensiv mit dem Thema Fairtrade auseinandersetzte. In Kleingruppen durften die Schülerinnen und Schüler im Computerraum über verschiedene Themen recherchieren, dabei Diagramme, Statistiken, Sachtexte und verschiedene Real- und Satellitenaufnahmen auswerten, um anschließend im Team multimediale Referate zu erstellen. Diese wurden schließlich im Klassenverband den Mitschülern präsentiert.

Während der Unterrichtssequenz beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler zudem mit der geographischen Lage des Untersuchungsraumes, dem Klima, dem Boden und den hydrologischen Verhältnissen. Im Anschluss stand der tropische Regenwald im Fokus. Mithilfe geeigneter Satellitenbilder wurde der Klasse schnell klar, dass die rasant voranschreitende Abholzung von kostbarem Tropenholz globale Folgen nach sich zieht und damit den Klimawandel unaufhaltsam vorantreibt. Hinsichtlich der landwirtschaftlichen Inwertsetzung des Raumes und der Vermarktung von Produkten, die aus Süd- und Mittelamerika stammen, erkannten die Schülerinnen und Schüler, dass gegenüber der auf Monokultur abzielenden Plantagenwirtschaft bei fair produzierten und gehandelten Waren vor allem auf eine nachhaltige Nutzung gesetzt wird. Dabei wurden nicht nur die Fairtrade Produktion und Vermarktung von Kaffee, Kakao, Bananen oder Kleidung erarbeitet, sondern auch die Lebensbedingungen der Bevölkerung untersucht.

Eine Exkursion in den Sonthofener Weltladen stellte dann den Höhepunkt des Fairtrade Projektes dar. Durch die anschaulichen Erklärungen von Frau Schiebel, einer Mitarbeiterin des Weltladens, konnten die Jugendlichen ihr Wissen über Fairtrade vertiefen, das große Sortiment kennenlernen sowie einen Einblick in die unterschiedlichen Anbaumethoden erhalten, die den Boden und die angepflanzten Produkte bei den tropischen Klimabedingungen in Süd- und Mittelamerika künftig schützen sollen. Dabei wurde schnell klar, dass die Erzeugung und Vermarktung von Fairtrade Produkten nicht nur einem nachhaltigen Schutz dieses kostbaren Naturraumes dienlich sind, sondern auch die Lebensbedingungen der Bewohner vor Ort verbessern – dank humaner Arbeitsbedingungen und einer angemessenen Bezahlung. Grund genug, den fairen Handel auch im kommenden Schuljahr genauer unter die Lupe zu nehmen und Fairtrade Schule zu werden.

Uwe Kalchreuter