Bei unseren jährlichen Begegnungsveranstaltungen mit engagierten Sozialarbeitern, Produzenten oder anderen Fachleuten aus Entwicklungs- oder Schwellenländern geht es hauptsächlich darum zu verstehen, wie die Kompetenzentwicklung in der von Misereor geförderten Projektarbeit vor Ort vorangetrieben wird. Erster Schritt ist jeweils, die vorhandenen lokalen Bedürfnisse und Stärken der Menschen kennenzulernen. Die vorhandenen Ressourcen und der Austausch mit den Menschen führen dann zu einer konkreten Projektarbeit. Die erreichten Erfolge sollen von den Menschen vor Ort als ihre eigenen Erfolge wahrgenommen werden, damit eine nachhaltige Entwicklung erreicht werden kann, die auch über das Ende der Förderungszeit hinaus wirksam bleibt.


Zitat Carmen R. G. aus El Salvador:

„Durch die Beteiligung der Menschen an der Projektarbeit lernen sie selbst und geben ihr Wissen an andere weiter.“

Fastenaktion 2018: Besuch aus Indien

Selbst ist das Dorf! Dieser Slogan beschreibt die Arbeit von JEEVAN – People-Led Empowerment (PLE) in Indien. Im Rahmen der Misereor-Fastenaktion besuchten uns im März 2018 Melvin P. und Schwester Kesari F. aus Indien. Sie erzählten uns, wie Menschen und vor allem Kinder in ländlichen Gebieten in Indien mit ihrer Unterstützung lernen, sich für ihre Rechte einzusetzen. So erkämpfte zum Beispiel eine Gruppe Jugendlicher erfolgreich die Einrichtung von Schulbussen, um regelmäßig zur Schule fahren zu können. Dadurch, dass die Kinder und ihre Eltern sich selbst für ihr Recht auf Bildung einsetzen, gewinnen sie an Selbstvertrauen und eignen sich erfolgversprechende Handlungsoptionen an. Die Gäste aus Indien stellten sich den Fragen verschiedener Jahrgangsstufen und zeigten sich begeistert über das Interesse unserer Schüler.

Fastenaktion 2019:

Besuch aus El Salvador

Im März 2019 besuchte uns die Architektin Carmen R. G. aus dem FUNDASAL-Bauprojekt in El Salvador. Dort wird durch eine geschickte Verbindung traditioneller und neuer Lehmbautechniken jungen Familien eine günstige neue Lebensperspektive als Alternative zur Landflucht eröffnet. Gerade Jugendliche zeigen sich in den genannten Projekten als treibende Kraft, so dass unsere Schülerinnen und Schüler, beeindruckt vom Engagement dieser Jugendlichen, sich mit ihnen identifizieren konnten. Zusätzlich wurde mehrfach deutlich, dass wir nicht nur in der Rolle der „Geber“ sind, sondern auch von Anregungen aus den Projekten lernen können (zum Beispiel im Bereich umweltverträglichen Bauens).
Wir lernten aber vor allem, dass die Stärkung der Menschen und deren Entwicklung zur Selbstständigkeit ein zentraler Garant für den Erfolg von Entwicklungshilfe ist. Wir setzten dies auch in Bezug zum Fairen Handel, der auf ein auskömmliches und menschenwürdiges Leben durch eine gerechte Bezahlung von Produzenten und Arbeitskräften abzielt.
Aus Überschüssen der letzten Jahre aus unseren Verkaufsaktionen, aus einem Kunstprojekt und aus Wettbewerbsgewinnen konnte die Projektgruppe “Fairer Handel am Inda” das Misereor-Projekt FUNDASAL mit 300 Euro unterstützen. Schüler der Stufen 5 bis 12 überreichten gemeinsam den Geldumschlag und konnten so unmittelbar erleben, welche Freude ihre Unterstützung auslöste.

© Inda-Gymnasium