Besonders auf Reisen geben wir im Souvenirrausch oft gedankenlos unser letztes Erspartes aus. Sollten wir uns nicht die Fragen stellen: Brauche ich das Souvenir überhaupt? Wo und wie wurde das Souvenir eigentlich produziert? Wurden gerechte Löhne bezahlt? Waren Kinder an der Produktion beteiligt? Verträgt sich die Herstellung mit der Natur? Zahle ich einen angemessenen Preis? Bin ich fair zu meiner Umwelt, wenn ich das Andenken kaufe?

 

Ziel des Projekts ist es pro SchülerIn ein Souvenir in Indien – und natürlich auch in Deutschland – auszuwählen und dieses vor dem Kauf an selbst erstellten Leitlinien für Fairness und Nachhaltigkeit zu prüfen und zu bewerten. Die TeilnehmerInnen sollen ihre Einkäufe bewusst und fundiert reflektieren können und damit in ihren Kaufentscheidungen persönliche und nachhaltige Nutzenvorstellungen selbstverantwortlich abwägen. Die SchülerInnen besuchen dazu Manufakturen und Betriebe, befragen Händler und Handwerker, nehmen Öko- und Fairtrade-Siegel unter die Lupe und sprechen mit Fachleuten über nachhaltigen Konsum. Das Endprodukt des Projekts ist eine Broschüre, in der die gekauften Souvenirs anschaulich einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und ihre Nachhaltigkeit bewertet werden.  Diese Projektidee für den Indienaustausch 2012-2013 erhielt den Zuschlag beim bundesweiten Förderwettbewerb der Robert Bosch Stiftung “Deutsch-Indisches Klassenzimmer”.  Unser Projekt haben wir beim Schülerwettbewerb zur fairsten Klasse angemeldet.

 

Heute fliegt die deutsche Schülergruppe für drei Wochen nach Mumbai – Mission: Die Suche nach einem fairen Souvenir.