Wenn Naki aus Ghana Schülerin der Käthe-Kollwitz-Schule wäre, würde sie sich über so manches wundern. Das Mädchen lernen die Schüler der 6. Klassen im Politikunterricht kennen. Hier erfahren sie, dass Nakis Tante auf einer Kakaoplantage arbeitet. Ihrer Familie geht es besser als vielen anderen Familien, da der faire Handel die Bauern für ihre Arbeit gerecht entlohnt. Am heutigen Mittwoch konnten die Schüler/innen der Käthe-Kollwitz-Schule einigen Landsleuten von Naki hautnah begegnen. Anlässlich des Katholikentages hatte der Ghanakreis St. Martinus Greven drei Projektpartner nach Deutschland eingeladen. Sie berichteten vom Leben in Ghana und dem Bau von Schulen in Bongo (Nordghana). Geduldig und mit viel Humor beantworteten die Gäste aus Ghana alle Fragen der Schüler. „What’s your favorite pet?“ wollte eine Schülerin wissen und war überrascht, dass der ghananesische Lehrer zuhause neben einigen Ziegen und Schweinen auch noch eine Milchkuh hatte, um seine Familie zu versorgen. Dass eine bessere Bezahlung auch durch den fairen Handel nicht nur sinnvoll sondern auch dringend notwendig ist, wurde den Schülern im direkten Kontakt mit den betroffenen Menschen deutlich.